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 Protokoll 2005

Interessengemeinschaft der Deutschen Riesenzüchter im ZDK

Niederschrift der Arbeitstagung am 23. -24.April 2005
in der Europaakademie Grebendorf Am Samstag dem 23.04.2005 um 13,00 Uhr hat der Sprecher der IG, Herbert Henn, die Arbeitstagung eröffnet und 41 Riesenzüchter aus ganz Deutschland herzlich begrüßt. Die Vertreter von 14 Riesenclubs hatten bei herrlichem Frühlingswetter eine entspannte Anreise und konnten so das umfangreiche Tagungsprogramm bewältigen. Der Gastgebende Clubvorsitzende, Roland Blaschke, sowie der Landesvorsitzende des Landesverbandes Kurhessen, Bernhard Große, begrüßten die angereisten Riesenzüchter ebenfalls sehr herzlich und wünschten der Arbeitstagung einen erfolgreichen Verlauf.In einer Gedenkminute gedachten die Riesenzüchter dem langjährigen Freund und Riesenzüchter Willi Fischer und übergaben seiner Frau einen kleinen Geldbetrag als letzten Gruß. Nach der Aktualisierung der Clubadressen wurde zunächst die Bundesrammlerschau ausgewertet. 197 Deutsche Riesen wildgrau/ hasengrau, 71 weiße Riesen 49 andersfarbige Riesen zeigten den hohen Zuchtstand der Riesenzucht in Deutschland, obwohl nur 5 x das Prädikat vorzüglich vergeben worden ist. Als negativ empfanden die Riesenzüchter, dass bei den weißen Riesen nur ein Bundessieger und kein Klassensieger vergeben worden ist. Ansonsten war man einhellig der Auffassung, dass Erfurt eine Reise wert war und eine sehr gelungene Ausstellung die Züchterherzen höher schlagen ließ. Zur Auswertung der 10.Riesenclubvergleichschau in Cuxhaven wurde Nocheinmahl hervorgehoben dass die Beteiligung aller Riesenclubs sehr gut war und den hohen Zuchtstand unserer Deutschen Riesen dokumentiert, obwohl in der Fachzeitschrift dies anhand der Bilder, die nicht sehr gut gelungen waren, nicht so eindeutig nachweisbar war. Hier sollte für die Zukunft mehr Sorgfalt aufgewendet werden. Weiterhin wurde festgelegt, dass in Zukunft bei den Riesenclubvergleichsschauen in die Top-Ten Aufstellung nicht wie bisher die 10 Besten Zuchtgruppen, sondern die 10 Besten Züchter aufgelistet werden. Im Anschluss an die Auswertung machte unser Clubsprecher einige Ausführungen zu unserer Homepage www.Riesenzuechter.de . Um die Anforderungen des Datenschutzes gerecht zuwerden bittet er alle Clubvorsitzenden um die schriftliche Genehmigung der Aufnahme der Mitgliederverzeichnisse der Clubs in die Homepage der Interessengemeinschaft. In der ersten Diskussionsrunde kam Nocheinmahl das Thema Darmkrankheiten auf die Tagesordnung. Es hat sich gezeigt das die Ausbreitung der Enterocolitis fortgeschritten ist und das es bisher noch kein probates Mittel für eine erfolgreiche Bekämpfung gibt das allen Züchtern zur Verfügung steht. Einige vielversprechende Ansätze, gibt es Dank Frau Dr. Rossi, jedoch. Wir hoffen das es in absehbarer Zeit gelingen wird diese schlimme Geißel der Kaninchenzucht zu besiegen. Hierzu sind große Anstrengungen von Nöten. Der Zuchtfreund Große gab einen kurzen Bericht was der ZDK bisher unternommen hat und für die Zukunft noch unternehmen wird um diese Krankheit in den Griff zu bekommen. Nach der Kaffeepause hielt der Zuchtfreund Große einen Vortrag zum Thema ,,Die Grauen Rassen die Historische Entwicklung vom Wildkaninchen zum Rassekaninchen". Dies war ein sehr gelungener Vortrag, darin waren sich alle einig. Anhand von Bildern und Grafiken wurde die ganze Farbpalette der Grauen eindrucksvoll dargestellt und gleichzeitig offenbart wie unsicher doch die Züchterschaft in der Beurteilung der grauen Farben ist. Hier Bedarf es noch vieler solcher guten Vorträge um die Vielfalt allen nahe zu bringen insbesondere sind hier die Preisrichter gefordert, denn Ihnen kommt die nicht leichte Aufgabe zu die Grauen richtig einzuordnen und richtig zu bewerten. In der Diskussion stellte sich auch die Frage warum die Zwischenfarbe jetzt in Position 6 zu beurteilen ist. Will man damit die hohen Punktzahlen drücken? Am Ende des Vortrages waren alle ein wenig schlauer und sehr zufrieden, der Beifall honorierte dann die gelungene Präsentation.Wünschen würden sich die Clubzüchter für die Zukunft, dass sie bei solchen gravierenden Neuregelungen mehr Mitspracherecht haben würden. Damit war der erste Tag erfolgreich abgeschlossen und wir konnten einen sehr gemütlichen ,,Nordhessischen Abend" bei ausgezeichneter Kost und reichlich Diskussionsstoff verleben. Gut ausgeruht wurde die Arbeitstagung am Sonntag vormittag mit dem Vorbericht der 11. Clubvergleichschau 2006 durch den ausrichtenden Badischen Riesenclub von 1917 fortgesetzt. Die Vorstellung hatte der Zuchtfreund Schaudt übernommen. Er hat es verstanden die Riesenzüchter ein wenig neugierig zu machen. Die Clubvergleichschau wird am 28. -29.10. 2006 in Offenburg, Messehalle, statt finden. Er betonte das es geschafft werden wird die bisherigen Standgelder nicht zu erhöhen.Zwischen zeitlich gab es aber auch einige Irritationen durch einen Einwurf, dass die Europaschau in Leipzig zum gleichen Zeitpunkt ausgetragen wird. Dies Problem hat sich aber aufgeklärt, so dass sich alle Riesenzüchter auf Offenburg freuen können. In der anschließenden Tierbesprechung die Dankenswerter weise der Riesenclub Kurhessen vorbereitet hat, konnten die am Vortag erworbenen theoretischen Kenntnisse in der Praxis überprüft werden. Diese Aufgabe hatte der Preisrichterkollege Schaudt übernommen. Die ,,Grauen" wurden eingehend besprochen und nach teilweise kontroverser Diskussion konnten die letzten Unklarheiten ausgeräumt werden. Alle anwesenden Riesenzüchter waren sich darüber einig das es gar nicht so einfach ist die Farbenschläge eindeutig zuzuordnen.. da es noch viele ,,Mischtypen" gibt. Es besteht für die Zukunft die Aufgabe an die Züchterschaft auf Farbreinheit zu achten und dementsprechend zu Züchten.Zum Punkt Verschiedenes wurden zwei Beschlüsse gefasst. Für den Clubwettbewerb, auf den Clubvergleichschauen, wird es in Zukunft keine Pokale mehr geben, sondern die eingezahlte Meldegebühr wird in Geldpreisen 1-5 mit den dazugehörigen Urkunden ausgegeben. Der zweite Beschluss besagt, dass es bei der Verkaufspflicht von einem Tier je Zuchtgruppe verbleibt und ein Höchstverkaufspreis von 150,00 Euro festgelegt wurde. Dieser Beschluss wurde bei einer Gegenstimme und zwei Stimmenthaltungen angenommen und wird erstmals in Offenburg umgesetzt. Wir erhoffen uns davon das die Attraktivität der Clubvergleichsschau erhöht wird und das Riesenzüchter die Möglichkeit haben bezahlbare Tiere erwerben können. In den Zeiten wo Geld immer knapper wird wollen wir hiermit ein kleines Zeichen für die Zukunft setzen. Zum Abschluss der Tagung stellte der Clubsprecher die Frage welcher Riesenclub die Vergleichsschau 2010 ausrichten könnte, Interesse hat der Riesenclub Reinland angemeldet. Unsere Nächste Arbeitstagung, dann zum 14.mal in Grebendorf, wo wir uns sehr wohl fühlen, findet am 22. -23.04 2006 statt. Damit war ein großes Arbeitspensum bewältigt und der Clubsprecher wünschte allen eine angenehme Heimfahrt, Erfolg in der Aufzucht unserer Riesen und einen fairen Wettbewerb zur Bundesschau in Nürnberg.

A.Zachmann Schriftführer Neustrelitz, 25.April 2005



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