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 Protokoll 2009

Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Riesenzüchter

Niederschrift der18.Arbeitstagung an der Europa-Akademie in Grebendorf

Am 4.und 5. April 2009 haben sich 38 Riesenzüchter aus 16 Riesenclubs  in Grebendorf getroffen um ihre 18.Arbeitstagung abzuhalten. Etwas verspätet um 13,15 Uhr wurde die Tagung durch den Clubsprecher, Herbert Henn eröffnet

Der neugewählte Vorsitzende des Gastgebenden Clubs, Frank Klapetek, wünschte der Arbeitstagung einen guten Verlauf. Der Landesvorsitzende von Kurhessen und Mitglied des Präsidiums des ZDRK, unser Freund und Riesenzüchter Bernhard Große, begrüßte alle Riesenzüchter in seinem Landesverband auch im Namen des Präsidiums des ZDRK recht herzlich. 

Unsere Tagung begann leider mit einem Wehrmutstropfen, der Clubsprecher Herbert Henn informierte die Clubzüchter, dass dies die letzte Fachtagung an der Europaakademie in Meinhard-Grebendorf sein wird, da das Objekt verkauft werden soll. Nachdem wir uns von diesem Schock erholt hatten konnte die Tagung entsprechend der Tagesordnung beginnen. Die Mitgliederlisten und Anschriften wurden auf den neuesten Stand gebracht und das Protokoll der letzten Arbeitstagung wurde bestätigt.

Im Anschluss gab der Clubvorsitzende von Schleswig-Holstein und Ausrichter der letzten Clubvergleichschau, Mario Jensen, einen Abschlußbericht zu den Ergebnissen und den Umständen der letzten Clubvergleichschau. Zehn Tage nach dem Meldeschluss lag  das Ergebnis der Anmeldungen vor. Die Riesenzüchter aus ganz Deutschland hatten  674 zur Schau angemeldet, wir finden trotz weiter Wege eine stattliche Tierzahl. Es wurde eingeschätzt, dass die Qualität der ausgestellten Riesen sich weiter gesteigert hat. Die Riesenzüchter waren der Meinung, dass Süderbrarup eine Reise wert war. Besonders hervorgehoben wurde das gute Klima in der Ausstellungshalle, es gab keine kranken Tiere.

Unseren Präsidenten, Peter Mickmann, konnten wir zur Eröffnung und zum Züchterabend herzlich begrüßen. Bei hervorragendem Klima  und besten Gesprächsthemen haben sich alle Züchter sichtlich wohl gefühlt.

Wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten. Die Riesenzüchter bemängelten, dass der Schaubericht bis zu unserer Tagung noch nicht in der Fachzeitschrift veröffentlicht worden ist.

 Ein Dankeschön geht an alle Züchter die mit ihrem zutun die Schau gut ausgestaltet haben. Einen besonderen Dank schicken wir an die Zuchtfreunde vom U 92 die den Schleswig-Holsteiner Riesenclub tatkräftig unterstützt haben. Den Siegern und Platzierten nochmals an dieser Stelle einen herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg im Zuchtjahr 2009.  

Als nächstes wurde die 22. Bundesrammlerschau ausgewertet. Der Ausstellungsleiter der Bundesrammlerschau Bernhard Große war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Zur Eröffnung waren 13 Nationen vertreten. Zu bemängeln waren die Preisrichterleistungen, denn es sind  einige Fehler bei der Preisverteilung aufgetreten.

Nach der Kaffeepause hielt Georg Welker von einer Futtermittelfirma einen Fachvortrag über spezielle Jungtierfütterung und Fortschritten in der  Forschung bei der Bekämpfung der Enterocolitis sowie welche Möglichkeiten jeder Züchter hat, seine Tierverluste zu minimieren.

Es gibt inzwischen hochwirksame Futtermittel zur Jungtieraufzucht und auch andere Zusatzstoffe die für die Zukunft einiges versprechen und nicht nur den Geldbeutel der Züchter strapazieren

Es wurde in der Diskussion auch über die unterschiedlichen  Erfahrungen mit der Krankheit gesprochen so das jeder etwas aus dem Vortrag mit nach Hause nehmen konnte.

Nach dem Fachvortrag stellte der Schulungsleiter des ZDRK die neuen Standardänderungen den Riesenzüchtern vor. Einhellig konnten wir dem Beschluss zustimmen, dass  künftig nur noch für 96,5 das Prädikat  hervorragend vergeben wird und Jungtiere mit Übergewicht als „ stark vom Typ abweichende Entwicklung „ gestraft werden

 Die Neuerung  bezüglich der Grauen Farbenschläge fand nicht die Zustimmung der Grauen Riesen Züchter. Warum machen wir es uns wieder schwerer als alle anderen? Sind das typisch Deutsch Tugenden alles bis auf das kleinste Detail genau festzuschreiben oder brechen wir uns einen Zacken aus der Krone, wenn man nur Grau angibt. Das jeder Züchter seinen Farbenschlag kennen sollte steht für uns ohne Zweifel fest, aber wer ist hierzu wirklich in der Lage jede Feinheit  genau zu erkennen. Wir sind gespannt wie unsere Preisrichter damit klar kommen werden.

Die Entscheidung, dass die Ohren bei den Deutschen Riesen und auch bei den Rassen die im Standard genaue Maßangaben enthalten,  gemessen werden und auf die Bewertungsurkunde vermerkt werden ist überfällig gewesen. Auch hier werden wir uns von der Praxis überraschen lassen. Was passiert zum Beispiel bei den Riesen, im Standard sind 19 cm als Ideal angeben, inzwischen haben die Riesen aber eine Ohrlänge bis zu 23 cm. Gibt es jetzt Punktabzüge? Die Riesenzüchter würden sich wünschen, dass man genau über solche Dinge mit den allen Züchtern spricht und es nicht nur heißt,  die Standardkommission teilt mit. Wer, wenn nicht die breite Züchterschaft sind die Spezilisten der verschiedenen Rassen und dieses Spezialwissen sollte man mehr nutzen!

Nach den heißen Diskussionen zu diesem Thema fand der Sonnabend mit dem schon traditionellen Nordhessischen Abend seinen verdienten Abschluss.

Nach einem Erlebnisreichen Abend stellte der Kurhessische Riesenclub die Ausstellungsordnung für unsere 13.Riesenclubvergleichsschau am 23. -24.10. 2010 in Witzenhausen vor. Die Ausstellung wird  in der DEULA-Schule stattfinden. Es besteht für alle Riesenzüchter die Möglichkeit für 37,50 € an der Schule zu übernachten, ein wirklich fairer Preis. Nach angeregter Diskussion wurde beschlossen, dass  keine Preise mehr auf Einzeltiere vergeben werden. Jedes mit vorzüglich bewertete Tier erhält eine gerahmte Urkunde. Bei den Zuchtgruppen verbleibt es bei der altbewährten Regelung. Der Ausstellungsleiter Zuchtfreund Große teilte weiter mit, dass jeder Aussteller ein Erinnerungsgeschenk erhalten wird, dies fand die Zustimmung aller Riesenzüchter.

Im Anschluss wurde die 14.Riesenclubvergleichschau 2012 an den Riesenclub W 20  und die 15.Riesenclubvergleichschau 2014 einstimmig an Rheinland-Nassau vergeben.

Auf Anfrage ob in Nitra zur Europa-Schau die Ohren geschwärzt werden teilte der Zuchtfreund Große mit, dass zum jetzigen Zeitpunkt die Ohren noch geschwärzt  werden können. Der ZDRK empfiehlt daher, seinen Züchtern aus diesem Grund nicht in Nitra auszustellen.

Die Tierbesprechung  wurde durch die anwesenden Preisrichter Funke, Hartmann und Klesper vorgenommen. Es hat sich gezeigt, dass es nicht so einfach ist die Farbenschläge genau zu bestimmen. Aber darüber hatten wir ja schon am Sonnabend ausgiebig diskutiert.

 Dem Riesenclub Kurhessen wurde bescheinigt, dass sie wieder einmal sehr gute Rassevertreter ausgesucht und vorgestellt haben. Dafür von allen ein herzliches Dankeschön.

Zum Abschluss konnte unser Clubsprecher Herbert Henn feststellen, dass ein Arbeitreiches Wochenende viel zu schnell vergangen war. Es blieb nur noch allen eine ruhige und entspannte Heimfahrt zu wünschen und das es uns gelingen möge bald einen neuen Standort für die nächste Arbeitstagung im April 2010 zu präsentieren.

A.Zachmann

Neustrelitz, den 06.Mai 2009



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